#Zahltag, was bring der Equal Pay Day?

Gleichstellung, gleichwertig? Equal Pay Day 2016
Am #Wochenende möchte man eigentlich nicht über die #Arbeit denken, aber für den Equal Pay Day sollte man den #Frauen zu liebe eine Ausnahme machen. Immer noch liegt der Unterschied bei 21% durchschnittlich. (c) ralf@berlin-training.eu

Feministinnen hatten elf Tage Zeit sich nach dem #Weltfrauentag wieder zu beruhigen, nur um am Equal Pay Day abermals die Gleichberechtigung der Frauen zu fordern. Genervt werden sich einige Männer fragen: „Schon wieder?“ Unterbezahlte und gestresste Mütter sollten antworten: „Immer wieder!“

Denn im Gegensatz zum Weltfrauentag ist die Botschaft dieses internationalen Aktionstages ein eindeutiges: „Unsere Arbeit ist genauso viel Wert wie eure, dafür wollen wir auch die gleichen Chancen, die ihr habt.“ Mit dem Equal Pay Day kritisieren Frauen auf der ganzen Welt die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern und die erschwerten Berufs- und Aufstiegschancen für Frauen. Obwohl sich die Lücke in Deutschland in diesem Jahr um einen ganzen Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkleinert hat, scheinen Frauen nach wie vor unzufrieden zu sein und bleiben fordernd.

Die Kritiker versuchen den Damen den Wind aus den Segeln zu nehmen und fragen, warum sie freiwillig in schlechter bezahlten Branchen arbeiten, viel häufiger als Männer nicht vollbeschäftigt sind oder sich einfach zu wenig engagieren, um in Führungspositionen aufzusteigen.

Solche Vorwürfe sind genauso selektiv wie sie auch nicht der Realität entsprechen. Schließlich gibt es mittlerweile genügend Studien, die belegen, dass beispielsweise eine Chefärztin mit der gleichen Qualifikation im Schnitt sieben Prozent weniger als männlicher Arbeitskollege verdient. Es klaffen also auch enorme Lücken bei sogenannten Besserverdienerinnen und Besserverdienern, zumindestens wenn es sich bei ihnen um Mediziner oder Juristen handelt.

Auch die hochgelobte Frauenquote in Aufsichtsräten ist eher eine kann- als eine soll- Bestimmung, weshalb Führungspositionen lieber unbesetzt bleiben, anstatt Frauen Aufstiegschancen zu ermöglichen. Deshalb bleiben die Forderungen und Ziele des Equal Pay Days erst einmal bestehen.

Aber auch bei Männern kommt es langsam zum Umdenken. Denn die neuen Super#daddys möchten sich gleichberechtigt neben den gestressten Müttern an der Erziehung der #Kinder beteiligen, und fallen wegen Bauchweh und Fieber des Nachwuchses im Büro aus. Leider werden Hausmänner in der Öffentlichkeit weiterhin als #positive Ausnahmen wahrgenommen, die für eine Selbstverständlichkeit mit Lob überschüttet werden. Berufstätige Frauen bleiben für viele die Rabenmutter, die zu wenig Zeit für ihre Kinder erübrigt. Aber erst wenn Lücken im #Lebenslauf nicht nur bei Frauen sondern auch bei Männern als Normalität erkannt werden, kann es zu einem Umdenken kommen.
Da sich langsam aber sicher das Familienleben bei der jetzigen Elterngeneration verändert, und überholte Rollenbilder überdacht werden, wird es auch Zeit die Lohnunterschiede zu beseitigen. Noch nie hat bei einem großen Teil der Bevölkerung das Einkommen des Mannes für die ganze #Familie gereicht, er war also kein Ernährer der Familie. Noch nie gingen Frauen aus #Langeweile arbeiten und machen es auch jetzt nicht. Viele möchten von ihrem Partner finanziell unabhängig sein bzw. etwas zum gemeinsamen Familieneinkommen beisteuern, um in einer ebenbürtigen Partnerschaft eine Familie zu gründen. Ein eigener Lohn, der nicht auf Ungleichheiten baut, ist der erste Schritt hin zu einer ausgeglichenen Gesellschaft. sic!

 

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