Gibt es keine weibliche Fachkompetenz?

Nachlese 13. Mitteldeutscher Unternehmertag in Leipzig

 

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(C) Ralf Lemp

 

Das Format ist durchdacht – ohne Frage: Unternehmen vom Konzern bis zum KMU sponsern die alljährliche Veranstaltung (http://convent.de/de/archiv/mittelstandstage/13-mitteldeutscher-unternehmertag/) und treten im Gegenzug als Referenten auf; mit Themen, die für Mittelstandsunternehmen von Relevanz sind; am Montag 5. Dezember in Leipzig beherrschte die Digitalisierung in allen Facetten das Referenten- und Kompetenztableau: Vom papierlosen Büro über vernetzte Geschäftsprozesse bis zu Cyberkriminalität und drohendem Datenverlust in der Cloud.

„Daten weg – Unternehmen weg“ warnte ein Vortragender (http://www.dataprotectionpartner.de) und spannte den Bogen von IT-Sicherheit als Chefsache bis zur Risikovermeidungsstrategie (Compliance) eines Unternehmens durch Identifizierung aller relevanten Prozesse und Akteure für mögliche Datenlecks und Verstöße gegen Rechtsvorschriften.

Gut durchdacht ist das Format Mitteldeutscher Unternehmertag auch mit Blick auf die Teilnehmersondierung: Der Großteil der verfügbaren Plätze ist für die Zielgruppe selbst reserviert, ein kleines Kontingent ist der Beraterszene vorbehalten. Das Catering ist ausgezeichnet und nur zwei Tage nach der Konferenz holten die Veranstalter das Feedback der Besucher ein – das mutet selbstverständlich an, ist es aber noch lange nicht. Die sehr gut besuchte Konferenz gab dem Gesamtkonzept Recht.

Ist unternehmensrelevantes Wissen männlich?

Dennoch gibt es aus meiner Sicht zwei markante Kritikpunkte: Augenfällig nicht nur für mich als Frau, sondern auch meinen Kollegen sehr befremdlich aufgefallen, war die seitens des Veranstalters rein männlich dominierte Besetzung  – vom Moderator der Veranstaltung über den Impulsvortrag bis zu den insgesamt 12 Foren schien die Welt des Wissens für den Mittelstand im Verständnis  ausschließlich männlicher Kompetenz verhaftet. Nicht ein weibliches Wesen wurde auf der Bühne und in den Referenten-Rollen gesichtet. Gibt es keine kompetenten Frauen? Das ist wohl mehr als unwahrscheinlich. Hier wäre seitens der Veranstalter ein wenig mehr Fingerspitzengefühl gefragt. Nun, ein 14. Mitteldeutscher Unternehmertag ist gewiss in Planung!

Wissenserwerb durch Aktivität

Auch hier mit Blick auf künftige Veranstaltungen ein Tipp: Mehr Diskussion und vielleicht sogar aktive Workshop-Module statt fast 50-minütigem Frontalunterricht würden sich auch vom Wissensinput her stärker einprägen und so auch im Unternehmeralltag intensiver nachhallen.

Katharina Daniels ist Fach- und PR-Journalistin, vorrangig in den Themenfeldern Wirtschaft und Organisationspsychologie sowie Klinik- und Medizinkommunikation. Sie arbeitet als PR-Beraterin für Vorstände, Geschäftsführungen und Führungskräfte. Ihre ausgewiesene Kernkompetenz liegt in der Entwicklung adäquater Kommunikationsstrategien zur Darstellung von Unternehmen in der Öffentlichkeit und für die interne Mitarbeiterkommunikation.
Frau Daniels ist ebenso Bundespartner in http://www.VBU-Berater.de Verband
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Social Media Tag – Was gibt’s Neues im Netz?

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Immer mehr Jugendliche verlassen #Facebook, und stürzen sich dafür auf #Instagram oder #Snapchat. Der (noch-) Alleinherrscher, der damals #Myspace in die Knie zwang, bleibt nicht untätig und überwältigt den blauen Riesen im #SiliconValley mit kreativen Ergüsse. Denn ständiges Sich-Neuerfinden bleibt für das #Internet gelebte Normalität. (c) Fotos Free Redam

Immer mehr #Youtube Stars, aber auch einige Unternehmer, greifen auf #Live-Streams zurück. Dieser Trend begann bereits 2015, doch er tritt nun noch stärker ins Bewusstsein vieler #Digital Natives oder -Immigrants. Mit der ständigen Interaktion, á la Live-Stream und Live-Q&A, sind Nutzer mitten drin im Geschehen, sei es nun ein Firmenevent oder die Präsentation neuer Produkte angesagter Götzen. Während der Sendezeit der #Streams hauen ihre zahlreiche Follower in die Tasten, bis die Tastatur glüht. Letztlich gibt ein geschultes #Social Media Team vor, das die jeweilige Person vor der Kamera sich ihrer annimmt, und direkt auf sie reagiert.

2014 war Facebook der Trendsetter schlechthin, #SocialSelling ist nur eine der innovativen #Marketing-Ideen des sozialen Netzwerkes. Mittlerweile ermöglichen auch #Twitter, Instagram und #Pinterest mit einem Kaufbutton innerhalb einer App zu shoppen, anstatt Interessenten über Dritte zu leiten.Wie, was Kaufbutton? Im skeptischen Deutschland ist diese umsatzsteigernde Maßnahme der Unternehmen noch eine Rarität, aber auch hier werden wir uns in Sachen Bequemlichkeit den USA anschließen.

Die Mutter aller Nachrichtendienste, ICQ, hat sich schon lange in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet, aber ihre Kinder, #Whatsapp und Co., fühlen sich schon längst auf unseren mobilen Endgerät wie zu Hause. Immerhin hat jeder Besitzer eines Smartphones mindestens eine von ihnen installiert, meist noch mehr. Während vor ein paar Jahren die Abendbekanntschaft noch nach der Handynummer seines Flirts fragte, stieg in den letzten Jahren rapide das Interesse an den

Facebook Kontaktdaten . Ähnlich geht es auch vielen Unternehmen. Sie wollen wissen, wo wir wohnen, was wir mögen, wie wir am liebsten unsere #Freizeit verbringen, und uns, im Gegensatz zu schlechten Dates, reden lassen. Zwar wollen sie, dass wir uns an sie binden und alles von uns preisgeben, jedoch erfahren wir wenig von ihnen. Es ist wohl doch nur eine einseitige Beziehung.

Was diese #Trends zeigen, ist die immer dichtere Verknüpfung von Angebot und Nachfrage. Social Media #Experten finden immer kreativere Wege, um unsere Bedürfnisse zu formen. So bleiben wir häufig in dem Glauben das gekaufte Produkte von uns ausgewollte zu haben, obwohl dessen Erwerb in Wirklichkeit einer personalisierten und manipulativen #Werbekampagne geschuldet ist. Dieseist nur möglich, wenn wir die Datenspuren unseres Kaufverhalten gedankenlos im Netz herumschwirren lassen. Letztlich entscheiden wir selbst, wie viel wir von unseren

Einkaufsangewohneheiten preisgeben. Aber ob sich die meisten jungen Nutzer über solche altmodischen Dinge im Klaren sind, darf zu Recht bezweifelt werden. Zu viele folgen unseriösen Youtube Stars, zu vehement werden sie von ihren Bewunderern verteidigt, die den Unternehmen hinter der schillernden Fassade mittlerweile das Denken überlassen.

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